Wohnprojekt in Spandau - 2 Häuser, 20 Menschen

PK

»Wir haben Bock auf ein Leben in Gemeinschaft und wir haben zwei schöne Häuser in Spandau in Aussicht. Jetzt suchen wir Leute, die das mit aufbauen wollen :)«

3 / max. 20 Personen

Mann, 33 Jahre
Frau, 37 Jahre
Frau, 47 Jahre

0-99 Jahre

gewünschte Altersspanne

alle Geschlechter

Geschlechtsverteilung der Gruppe

30.000 € einmalig / 500 € mtl.

Kosten einmalig / monatlich

Privates Projekt

Art des Projektinserates

Jun 2026 bis Nov 2026

aktueller Suchzeitraum

Lebensgemeinschaft

Wohngemeinschaft
Gemeinschaftseigentum
Genossenschaft

Top 5 Grundwerte

Cohousing
Mehrgenerationen
Kinderfreundlich
Ökologisch-Nachhaltig
Teilen von Ressourcen

genossenschaft solidarisch tiere Alle anzeigen (11)

Erfahre mehr über dieses Inserat
Melde dich an und erstelle ein kostenloses Matching-Profil. Dadurch erhältst du weitere Informationen und siehst, ob das Inserat zu dir passt.

Über uns

Vision

[STAND JUNI 2026] Hallo ihr Lieben, wir sind Patrick (33, Journalist) und Jenny (37, Sozialarbeiterin) und wir bilden die Kerngruppe eines gemeinschaftlichen Wohnprojekts, das wir in Spandau gründen möchten. Wir sind dafür mit dem Eigentümer von zwei benachbarten Häusern im... [STAND JUNI 2026]
Hallo ihr Lieben,
wir sind Patrick (33, Journalist) und Jenny (37, Sozialarbeiterin) und wir bilden die Kerngruppe eines gemeinschaftlichen Wohnprojekts, das wir in Spandau gründen möchten.
Wir sind dafür mit dem Eigentümer von zwei benachbarten Häusern im Austausch. Er ist der Idee gegenüber sehr offen. Leider konnten wir uns noch nicht auf einen Kaufpreis einigen. Deshalb sind die Verhandlungen vorerst pausiert. Wir halten aber den Kontakt aufrecht und hoffen, noch zu einer Einigung zu kommen. Und zugleich suchen wir nach alternativen Häusern in Spandau oder vergleichbar gut angebundenen Orten im Westen Berlins, wo wir unsere Vision wahr werden lassen können.
Deshalb wundert euch bitte nicht, dass wir hier weiterhin unsere Vision anhand dieser beiden Häuser skizzieren. Wir denken, dass so am anschaulichsten vermittelt wird, was für eine Art von Wohnprojekt wir gründen möchten - ob nun in diesen Häusern oder schönen Alternativen, die wir sicher noch finden werden.
Zu den beiden Häusern: Auf 550 m2 Wohnfläche könnte hier eine bunte Gemeinschaft von 20 Menschen zusammenleben. Große Gemeinschaftsräume bieten Platz für gemeinsame Koch- und Spieleabende, Veranstaltungen oder einfach fürs Verquatschen. Kinder und Tiere können im gemeinsamen Garten spielen. Und wir können uns im Alltag oder bei gemeinsamen Projekten gegenseitig unterstützen. Die Spandauer Sprotten wollen ein linkes, progressives Wohnprojekt werden - selbstverwaltet, solidarisch, nachhaltig, aufgeschlossen und den Kiez bereichernd.
Die beiden Häuser in Spandau bieten dafür großes Potenzial. Das eine Haus ist in top Zustand, hat eine große Küche und ein noch größeres Wohnzimmer. In diesem Haus können Menschen in Form einer Groß-WG zusammenleben. Zu dem Haus gehört außerdem eine Remise, die als Gemeinschaftshaus genutzt werden soll. Das andere Haus ist ein entkernter Rohbau und soll zu Cluster-Wohnungen für Familien und Einzelpersonen ausgebaut werden. Beide Häuser sind über einen schönen Garten verbunden.
Eine ziemliche Perle also! Wann hat man schonmal in Berlin gleich zwei leerstehende Häuser direkt nebeneinander. Wir sehen hier viel Potenzial.
Wenn ihr Interesse habt, hier mit uns eine lebendige Gemeinschaft zu gründen, freuen wir uns, von euch zu hören. Damit ihr vorab eine Vorstellung bekommt, was für ein Gemeinschaftsleben wir uns vorstellen, teilen wir hier nochmal ein bisschen ausführlicher unsere Vision. Das Wohnprojekt „Spandauer Sprotten“ möchte diese fünf Werte verwirklichen:
1. Gemeinschaftlich und selbstverwaltet
2. Solidarisch und bezahlbar
3. Nachhaltig
4. Bunt, familien- und tierfreundlich
5. Politisch links und progressiv
(1) Gemeinschaftlich und selbstverwaltet
Ein Leben in Gemeinschaft, das zugleich private Rückzugsräume bietet, stellen wir uns sehr bereichernd vor. Gemeinschaft spendet Lebensfreude und entlastet, weil z.B. immer jemand da ist, um auf die Kinder aufzupassen. Oder indem man einmal pro Woche für einen Teil der Sprotten kocht und ansonsten bekocht wird. Gemeinschaft verpflichtet zugleich auch, weil jeder Aufgaben übernehmen muss, die bei der Selbstverwaltung eines solchen Wohnprojekts anfallen.
Damit das nicht in endlosen Plenarsitzungen mündet, wollen wir einen klar geregelten Prozess der gemeinsamen Entscheidungsfindung einführen – beispielsweise die bewährte Selbstverwaltungsform der Soziokratie.
Je nachdem, wie groß das eigene Rückzugsbedürfnis ist, kann man entweder in der Groß-WG mit acht Menschen leben. Dort wird sich eine 18 m2 große WG-Küche und eine Teeküche geteilt. Oder man wohnt in den Cluster-Wohnungen des Rohbaus. Dort gibt es Cluster für Familien (also kleine Kinderzimmer, größere für Eltern, eine Wohnküche und ein geteiltes Bad) sowie kleine barrierefreie 1-Zimmer-Studios mit Duschbad und Kochnische für Einzelpersonen.
Zusammenkommen kann die Gemeinschaft einerseits im 35 m2 großen Wohnzimmer des bereits sanierten Hauses, das noch durch einen 17 m2 Wintergarten erweitert werden soll. Zugleich soll die Remise zum Gemeinschaftshaus werden. Dort werden wir im EG auf 28 m2 eine Gemeinschaftsküche mit Esszimmer haben, um gemeinsame Kochabende zu veranstalten.
Zugleich bietet das 1. OG der Remise einen 22 m2 großen freien Gemeinschaftsraum. Dort können zum Beispiel Kinder spielen, Gäste übernachten oder auch Veranstaltungen stattfinden, vom Spieleabend, über den Singkreis bis zu politischen Veranstaltungen, die wir gelegentlich auch für den Kiez öffnen würden, um uns mit unserer Umgebung zu vernetzen und positiv in sie hinein zu wirken.
Schaut euch für einen besseren Überblick über die Raumverteilung gerne das Wohnkonzept an, das wir hier als PDF hochgeladen haben.
(2) Solidarisch und bezahlbar
Ziel dieses Wohnprojekts ist nicht, Privateigentum zu schaffen, das man eines Tages mit Wertsteigerung verkaufen könnte. Im Gegenteil: Wir wollen Wohnraum jenen Miethaien entziehen, die damit Profit machen wollen, und in dauerhaft bezahlbares und lebenswertes Gemeinschaftseigentum umwandeln - auch für die kommenden Generationen.
Deshalb sind wir bereits in Kooperation mit der gemeinwohlorientierten Stiftung trias, die das Grundstück solcher Wohnprojekte kauft und an uns dauerhaft verpachtet. Dadurch wird einerseits sichergestellt, dass die Werte des Projekts für die Ewigkeit festgeschrieben werden. Aber es reduziert auch das Eigenkapital, das zum Kauf der Bestandshäuser nötig sein wird. Und zu guter Letzt stellt die kostenlose Beratung durch die Stiftung sicher, dass wir das Projekt professionell umgesetzt bekommen.
Um die Bestandshäuser zu kaufen, werden wir eine Genossenschaft gründen. Das Eigenkapital, das dafür nötig ist, wird die Genossenschaft durch den Erwerb von Genossenschaftsanteilen durch die späteren Bewohner:innen einsammeln. Das wird dank Förderkrediten für Genossenschaftsanteile auch Menschen ohne Rücklagen möglich sein (mehr dazu weiter unten).
Solltest du eines Tages ausziehen, erhältst du genau die Genossenschaftsanteile zurück, die du anfangs reingesteckt hast. Bleibst du langfristig im Projekt, profitierst du von einer stabilen Miete - was heutzutage in Berlin Gold wert ist. Die Miete entsteht vor allem aus der Rückzahlung des Bankkredits, der für Erwerb und Ausbau der Immobilie gebraucht wird.
Um den Bankkredit möglichst gering zu halten und teilweise durch günstigere Förderkredite zu ersetzen, wollen wir zwei Mittel nutzen: Zum einen den IBB Förderkredit “Wohnraum modernisieren” für den Rohbau-Ausbau. Und die solidarische Mobilisierung unseres Umfelds (Familie und Freunde) zur Sammlung von kleinen Direktkrediten oder auch größeren Privatdarlehen, die wir ihnen langsam zurückzahlen.
Je nachdem, wie erfolgreich wir darin sind, wird die Miete ausfallen. Damit ihr eine Vorstellung bekommt, in welche Richtung es gehen könnte, hier mal eine halbwegs realistische Kalkulation anhand der beiden Häuser in Spandau (kann natürlich gut sein, dass wir auch noch was Günstigeres finden):
- 11 m2 Privatzimmer der Groß-WG: 430 € Kaltmiete / 33.000 € Genossenschaftsanteile
- 16 m2 Privatzimmer der Groß-WG: 525 € Kaltmiete / 40.000 € Gen.anteile
- 23 m2 Privatzimmer der Groß-WG: 640 € Kaltmiete / 50.000 € Gen.anteile
- 20 m2 1-Zimmer-Studio im Rohbau: 590 € Kaltmiete / 46.000 € Gen.anteile
- 32 m2 2-Zimmer-Cluster für 2 Pers. im Rohbau: 1.000 € Kaltmiete / 80.000 € Gen.anteile
- 45,5 m2 3-Zimmer-Cluster für 3 Pers. im Rohbau: 1.500 € Kaltmiete / 117.000 € Gen.anteile
Auch wenn man bedenken muss, dass bei diesen Mieten große Gemeinschaftsflächen mit dabei sind, ist das immer noch viel Geld. Leider lässt der verrückte Berliner Wohnungsmarkt aktuell in einer gut angebundenen Lage wie Spandau nicht viel weniger zu. Dadurch, dass wir viel Raum teilen, sind die Preise dennoch viel niedriger als wenn man allein eine Wohnung kauft und auch niedriger als die Genossenschaftsanteile der meisten aktuellen Baugruppen.
Es ist nicht unbedingt nötig, dass ihr für die Genossenschaftsanteile große Rücklagen habt. Ihr könnt einen extrem günstigen KfW-Förderkredit zum Erwerb von Genossenschaftsanteilen aufnehmen (KfW 134: 15% der Kreditsumme werden erlassen; 10 Jahre nur 0,24% Zinsen; mit 1,5% Tilgung wären das bei einem 45.000€-Kredit anfangs nur 52€ monatl. Rückzahlung). Und vielleicht könnt ihr in eurem Umfeld für eine solche gemeinschaftliche Vision auch noch zusätzliche Unterstützung gewinnen.
Aus Solidarität würden wir gerne auch mindestens eine geflüchtete Person aufnehmen. Die Stiftung Xenion würde in dem Fall die Genossenschaftsanteile kaufen.
(3) Nachhaltig
Ein gemeinschaftliches Wohnprojekt ist bereits dadurch nachhaltig, dass es Ressourcen wie Wohnraum, Einrichtung und teilweise Lebensmittel teilt (statt es mehrfach einzeln anzuschaffen). Für gemeinschaftliches Kochen könnten wir Großpackungen bei Foodcoops und Gemüsekisten bestellen, um regionale Produkte zu bevorzugen und Bauern durch das Umgehen von Supermärkten zu unterstützen. Vegetarische und vegane Gerichte können beim gemeinsamen Kochen bevorzugt werden.
Bei der Sanierung des Rohbaus können wir auf eine möglichst nachhaltige Umsetzung achten. Allerdings sollte hier gelten: Wichtiger als das perfekte Passivhaus ist, dass sich die Bewohner:innen das Leben darin leisten können. Hier müssen wir als Gruppe gemeinsam abwägen, was möglich ist.
(4) Bunt, familien- und tierfreundlich
Patrick ist in einer großen Patchwork-Familie mit vielen Tieren aufgewachsen. Hunde, Echsen, Schlangen, Kaninchen, Vögel – es war wie ein kleiner Zoo. So bunt muss es bei uns jetzt nicht notwendigerweise zugehen, aber eine Katze und/oder ein Hund und ein Hühnerstall wären schon Premium. Solange sich genug Leute finden, die sich gerne um die Tiere kümmern, sollte das kein Problem sein.
Auch Kinder beleben eine Gemeinschaft. Und ein afrikanisches Sprichwort besagt nicht umsonst, dass es ein ganzes Dorf braucht, um sie aufzuziehen. Für Eltern ist es sicherlich entlastend, immer Menschen um sich zu haben, denen sie und ihre Kinder vertrauen und die mal auf sie aufpassen und für sie mitkochen. Und für Kinder ist es genial, mit anderen Kindern zum Spielen zusammenzuleben.
Unser Ziel ist es, eine bunte Mischung an Altersklassen, Geschlechtern und Hintergründen zu erreichen. Jeder ist also willkommen, sich bei uns zu melden.
(5) Politisch links und progressiv
Wir erwarten nicht, dass wir eine Gruppe werden, die politisch immer komplett dieselben Ansichten teilt. Allerdings sollte es gewisse Grundwerte geben, die alle für selbstverständlich halten. Die Spandauer Sprotten sind ein linkes, progressives Wohnprojekt. Hier ist kein Platz für Sexismus, Queer-Feindlichkeit, Rassismus, Faschismus oder Antisemitismus (womit nicht gemeint ist, Israels Politik zu kritisieren). Zudem wollen wir wie gesagt solidarisch und nachhaltig unterwegs sein. Neoliberale, Verschwörungstheoretiker:innen, Esoteriker:innen, Klima- und Wissenschaftsskeptiker:innen sollten sich wahrscheinlich ein anderes Projekt suchen.
Wie bereits angesprochen, würden wir uns freuen, uns mit unserem Kiez in Spandau zu vernetzen und unseren Gemeinschaftsraum gelegentlich auch für öffentliche Veranstaltungen zu öffnen oder auch mal ein offenes Gartenfest zu veranstalten. So wollen wir die Anonymität der Nachbarschaft durchbrechen und eine Plattform für positive Veränderung bieten.
Und jetzt?
Wenn du unsere Werte teilst und du dir bei unserer gemeinschaftlichen Vision denkst „Darauf habe ich Bock!“, dann melde dich gerne bei uns über bring-together oder über wohnprojekt.sprotte[typische Endung von Gmails]. Ihr findet unseren Projekt-Kontakt auch, wenn ihr "Cohousing Berlin Projekte Karte" googelt und auf der Karte das einzige Projekt in Spandau (Spandauer Sprotten) anklickt. Wir freuen uns, dich/euch kennenzulernen.
Da wir aktuell noch am Anfang der Projekt-Gründung stehen, suchen wir vor allem Menschen, die sich aktiv in diesen Prozess einbringen wollen. Aber auch Menschen die wegen Kindern oder Beruf gerade nicht so viel Zeit haben, können sich gerne melden.
Wir sind gespannt auf die Menschen, die Lust haben, mit uns diesen Weg zu gehen. Und wir glauben, dass sich der Einsatz lohnt; dass wir die Möglichkeit haben, hier ein wirklich lebenswertes Zuhause für eine bunte Gemeinschaft zu schaffen :)
Liebe Grüße, eure Sprotten
Mehr erfahren

Warum?

Wir wollen eine progressive, solidarische, nachhaltige, bunte, familien- und tierfreundliche Gemeinschaft gründen, weil wir glauben, dass wir zusammen viel bewirken und ein lebenswertes Zuhause für 20 Menschen schaffen können.

Erfahre mehr über dieses Inserat
Melde dich an und erstelle ein kostenloses Matching-Profil. Dadurch erhältst du weitere Informationen und siehst, ob das Inserat zu dir passt.

Weitere Angebote in deiner Nähe finden

Auf bring-together findest du ähnliche Inserate wie Wohnprojekt in Spandau - 2 Häuser, 20 Menschen. Schau dir dafür unsere aktuelle Kollektion Wohnen in Berlin an. Finde weitere passende Angebote für gemeinsam Wohnen in Deutschland durch Matching.