Sonnenhügel Geithain

10. Juli 2018 Lesezeit: Angebot, Wohnprojekt
Auf halber Strecke zwischen Leipzig und Chemnitz entstehen über 100 Wohneinheiten der Zukunft – dem Mehrgenerationenwohnen.
Das Mehrgenerationen-Wohnprojekt »Sonnenhügel«
Das Mehrgenerationen-Wohnprojekt »Sonnenhügel« – Entwurfsskizze

Mehrgenerationenwohnen – das Wohnkonzept der Zukunft

Mit einer »Wohnformen der Zukunft« – dem Mehrgenerationenwohnen – möchte die Architektin Susanne Albert-Raulff von Geithain aus Akzente setzen: Teile des Neubaugebietes West sollen in eine Siedlung umgewandelt werden, die den Bedürfnissen älterer Menschen in besonderer Weise entgegen kommt. Geplant ist die Erstellung eines Neubaus mit ca. 120 – 130 kleineren Wohneinheiten von einer Größe zwischen 30 und 42 m² Wohnfläche. Durch diese Maßnahme wird es möglich sein, alle Wohnungen zur begehrten Sonnenseite der Liegenschaft auszurichten. Diese tragen nicht nur den verschiedenen Stufen von Pflege Rechnung, sondern auch den sozialen und gemeinschaftlichen Bedürfnissen. Die Architektin aus dem Sauerland setzt das Konzept »Sonnenhügel Geithain« gemeinsam mit dem Geithainer Wohnungseigentümer und Vermieter Interplan um - und möchte die heutigen Mieter der betreffenden Gebäude einbeziehen.

Das Mehrgenerationen-Wohnprojekt »Sonnenhügel« – Entwurfsskizze
Das Mehrgenerationen-Wohnprojekt »Sonnenhügel« – Wohneinheiten

Teilhabe und selbstbestimmtes Leben

Nicht nur ältere Menschen, die ihr Leben ganz ohne Hilfe gestalten, sondern auch jene mit Betreuungsbedarf rund um die Uhr soll die Wohnanlage »Sonnenhügel« eine Heimat bieten. Geplant sind daher Therapie- und Gemeinschaftsräume, eine Cafeteria, ein großer Garten, Übernachtungsmöglichkeiten für Angehörige – ebenso eine Ausbildungsstätte für Pflegekräfte.
Natürlich sind auch Studenten und junge Familien herzlich willkommen. Durch ein umfängliches Zusatzangebot für alle Personen – jünger oder älter, krank oder gesund – wird eine Wohnsituation geschaffen, die einer für jedermann (und jederfrau)  Teilnahme ermöglicht.

Das Mehrgenerationen-Wohnprojekt »Sonnenhügel« – Anlage
Das Mehrgenerationen-Wohnprojekt »Sonnenhügel« – Anlage

Objekt und Konzept

Durch die unverbaubare Lage des Grundstückes ist eine zeitgemäße Beschäftigungstherapie ohne Einschränkungen möglich. Attraktive Gärten und kleine Pavillons fördern zusätzlich die Konzepte zur Beschäftigung der Bewohner. Auch ist es möglich, eine Selbstversorgung von den Mietern teilweise in Eigenregie zu organisieren. Wichtig dabei: Die angestrebte Mieterstruktur ist nicht allein auf ältere Menschen zugeschnitten, sondern soll durch eine attraktive Bau– und Außengestaltung alle Zielgruppen anziehen. 


Für ältere Menschen ist das Leben in einer neuen Umgebung sehr oft mit einem schmerzlichen Abschied von geliebten Gewohnheiten und einem Verlust von Heimat verbunden. Der »Sonnenhügel« soll hier ein neues Heimatgefühl erzeugen, dabei emotional einfach sein und nicht an »klinische Einrichtungen« erinnern: Kleine Nischen und »Demenzschleifen mal anders« sind attraktiv für alle Bewohner. Eine optimale Nutzung des Grundstückes ist gewährleistet, auch im Bereich von Böschungen.


In einem Neubau werden so wichtige Dinge, wie z. B. der Pflegedienst, mit in das Haus integriert. Tagespflege und WG können so genutzt werden, dass ein langes Verweilen in der Anlage möglich ist. Somit entfallen zu häufige Mieterwechsel.


Die Bewohnerzahl ist optimal, die Einheit nicht zu groß oder zu klein. Hier ergeben sich durch das Integrieren von Pflegemodulen gewünschte Synergieeffekte innerhalb der Mieterstruktur. Die Tagespflege kann aus der Gemeinschaft der Mieter  gespeist werden und nicht-betroffene Angehörige können mit einziehen. Diesen ist es zumeist wichtig, dass ihre Angehörigen bestens versorgt sind und sie selbst einen neuen Freiraum – und somit Lebensqualität – zurückgewinnen. Hierbei ergibt sich der positive Effekt, dass das Gefühl des »Abschiebens« nicht aufkommt. Im »Sonnenhügel« entsteht eine Mehrgenerationengemeinschaft, die nicht nur auf Krankheit ausgerichtet ist.


Das Wichtigste in Stichpunkten zusammengefasst:
• Mehrgenerationenwohnen – das Wohnkonzept der Zukunft
• bezahlbarer und barrierefreier  Wohnraum 
• Serviceleistungen innerhalb der Wohnstruktur
• harmonische Umgebung zur Förderung des respekt- und liebevollen Umgangs miteinander
• Schaffung von attraktiven Arbeitsplätzen
• Beschäftigung der Bewohner durch attraktive Angebote
• eigenes Küchenkonzept
• Gestaltung der Außenanlagen zu Wohlfühloasen und die Möglichkeit der Mitwirkung
• moderner Wohnraum für alle Interessierten
 

Autor

Michael Fürch

Michael Fürch

Michael Fürch lebt in Leipzig. Er ist als Autor tätig und entwickelt mit einer gehörigen Portion Querdenken die Strategie digitaler Produkte und Kommunikationskonzepte.

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