9 Gründe in einer Wohngemeinschaft zusammen zu leben

Kennst Du Sherlock Holmes und Dr. Watson? Diese beiden fiktiven Romanfiguren von Sir Arthur Conan Doyle leben in einer Wohngemeinschaft zusammen. So ähnlich sieht das Leben in einer WG heute noch aus — bis auf die kleinen Details. In einer Wohngemeinschaft leben mehrere Menschen aus unterschiedlichen Gründen zusammen. Gern wird der Begriff Zweck-WG verwendet, weil das Zusammenleben einen Hauptgrund hat, wie kostensparen, soziale Kontakte knüpfen oder flexibel im Umzug sein. Meistens finden sich aber ähnliche Lebenssituationen zusammen. 

Wohngemeinschaften nach Lebensphasen

Studenten-WG

Studenten-WG

Studenten oder Auszubildende teilen sich zusammen in eine Wohnung und haben meist ein eigenes Zimmer. Küche, Bad und WC werden gemeinsam genutzt.

Berufstätigen-WG

Berufstätigen-WG

Berufstätige teilweise mit Kindern leben zusammen in einer Wohnung. Dabei kann eine Partei mehrere Zimmer privat nutzen. Wohnzimmer, Küche und Bad werden geteilt.

Plus-WG

Plus-WG

VorruheständlerInnen und SeniorInnen nutzten zusammen Wohnzimmer und Küche. Teilweise sind an den eigenen Zimmern kleine Bäder oder WCs im Zimmer gewünscht.

»Das wichtigste Wort ist Gemeinschaft.«

Die Wohngemeinschaft ist die kleinste Form für ein Leben in Gemeinschaft. Sie kann als Vorstufe oder auch Testphase zum gemeinschaftlich Wohnen in Wohnprojekten angesehen werden.

Folgende 9 Gründe sollen Dir helfen, dich entscheiden zu können, ob das Leben in einer Wohngemeinschaft für Dich relevant ist.

 

 

1. Grund: Freunde finden

Die Helfer in der Not findest Du bei Deinen MitbewohnerInnen. Dein Schlüssel geht verloren, ein Brief muss noch schnell zur Post oder Du brauchst ein Mittel gegen Deine Grippe.  Deine MitbewohnerInnen sind immer für Dich da. Auch Du kannst Deinen MitbewohnerInnen einen Gefallen tun und etwas für sie erledigen. Gerade nach einer intensiven Zeit in der Wohngemeinschaft merkst Du, dass es viele Geschichten und Erinnerungen an Dein WG-Leben gibt. Dann sind vielleicht Deine MitbewohnerInnen zu Freunden geworden.

2. Grund: Gesprächspartner

Egal welches Thema, Du findest immer ein offenes Ohr. Durch das enge Zusammenleben werden am Küchentisch oder im Gemeinschaftsraum Gespräche über alle Lebenslagen geführt. So viele enge soziale Kontakte wirst Du später wahrscheinlich nur noch in Wohnprojekten wiederfinden. Wenn Du Dich allein fühlst, hilft Dir die Gesellschaft Deiner MitbewohnerInnen oder umgekehrt, kannst Du für sie in einsamen Situationen da sein. 

3. Grund: Haushalt teilen

Du hast keine Lust allein den Haushalt zu führen? In der Wohngemeinschaft gibt es meistens einen Putzplan, der dafür sorgt, dass alle mal dran sind. Dadurch putzt Du wahrscheinlich weniger oft und hast trotzdem eine saubere Wohnung. Dieses Schema findest Du ebenfalls für den Abwasch, Müll oder das Fensterputzen. Wenn es Gemeinschaftsräume gibt, fallen wahrscheinlich noch weitere Aufgaben an.    

4. Grund: Neue Menschen kennenlernen

In den meisten Wohngemeinschaften gehen mehr Menschen aus und ein, als darin wohnen. Die MitbewohnerInnen haben Freunde, Familie und Kollegen, die als Gäste vorbeikommen. Auf diese Weise kannst Du sehr einfach viele Menschen kennenlernen und Kontakte knüpfen. Richtig bunt geht es dann bei der WG-Party zu, wenn alle zusammen aufeinander treffen. Knutschen nicht ausgeschlossen.

5. Grund: Ausgaben teilen

Eine eigene Haushaltsführung kostet Geld. Es fallen zu den Nebenkosten für Heizung und Wasser meistens Strom, Internetgebühren, Rundfunkbeiträge und Hausratversicherungen an. Diese Kosten kannst Du mit Deinen MitbewohnerInnen teilen. So kommt jeder günstig davon und hat trotzdem alles zur Verfügung. Wichtig ist, dass im Vorfeld klar ist, wie die Abrechnung am Ende erfolgt. Gerade bei Wasser-, Heizungs- und Stromverbrauch werden nach einem Jahr die Rechnungen fällig. Dir ist es selbst überlassen, ob Du lieber erstmal mehr Abschlag zahlst oder später die Zuzahlung am Stück. Die meisten Wohngemeinschaften schaffen sich gemeinsam genutzte Güter zusammen an, wie Küche, Kühlschrank, Sofa. Ob die Sachen neu oder gebraucht sind, entscheidet der Lebensstil der Gemeinschaft. Für Zuzügler ist meistens schon alles da und Du musst nur noch Dein eigenes Zimmer einrichten.

6. Grund: Orientierung finden

Du hast vor die Stadt oder das Land verlassen? Vielleicht steht bei Dir ein neuer Lebensabschnitt oder Jobwechsel an? In einer Wohngemeinschaft findest Du schnell Anschluss. Kulturelle Barrieren werden schnell überwunden und die MitbewohnerInnen stehen gern als Informationsquelle zur Verfügung. Du erfährst nicht nur, wo der angesagteste Club ist, sondern auch, wo Du ein Fahrrad oder frische Lebensmittel kaufen kannst, wie die öffentlichen Verkehrsmittel fahren, was Begrüßungsfloskeln sind und wie der Müll zu trennen ist. Nebenbei lernst Du viele Menschen kennen und kannst Kontakte knüpfen.

7. Grund: Charakterlich wachsen

Eine große Herausforderung in der Wohngemeinschaft ist, sich selbst Kennenzulernen. Wo sind Deine Grenzen? Was sind Deine Wünsche? Wie möchtest Du wohnen? Welchen Umgang möchtest Du mit Deinen MitbewohnerInnen pflegen? Diese Reflektionen helfen Dir über das Zusammenleben nachzudenken und Konflikte anzusprechen. Dabei geht es nicht darum strenge Regeln einzuführen, sondern Räume für Privatsphäre, Rücksicht und Miteinander zu etablieren. Du wirst an den Herausforderungen des Gemeinschaftslebens wachsen und Deine Erfahrungen als Softskills für Dein Leben mitnehmen. 

8. Grund: keine Langeweile

Wohngemeinschaften sind selten langweilig. Du findest immer etwas zu tun: entweder MitbewohnerInnen die gerade Hilfe brauchen oder ein Gespräch suchen. Deine Zeit im Bad wirst Du wahrscheinlich aushandeln müssen. Im Gegenzug wird Dir das Frühstück, Mittag- oder Abendessen bereitet. Wenn Du gern gemeinsam isst, wirst Du in der Wohngemeinschaft vielleicht sogar mit Deinen MitbewohnerInnen zusammen kochen oder backen. Ein Film, Getränk oder Spiel am Abend ist sicher auch mal drin.

9. Grund: Flexibel sein

Du führst ein mobiles Leben und bist immer unterwegs. In einer Wohngemeinschaft hast Du meistens kurze Kündigungsfristen. Gerade wenn Du oft den Ort wechseln musst, gibt Dir eine WG Rückhalt und einen komplett eingerichteten Wohnraum. Du kannst auch temporär zur Zwischenmiete in einem bereits bezogenen Zimmer unterkommen oder Dein eigenes WG-Zimmer vermieten, wenn Du selbst auf Reisen bist. 

Fazit

Diese Lebensform schafft Dir viele Freiräume und trotzdem soziale Kontakte. Wichtig ist, dass Du weißt wie Du Leben möchtest und diese Anforderungen Deinen MitbewohnerInnen mitteilen solltest. Mit einem offenen, respektvollen und ehrlichen Umgang kannst Du wahrscheinlich in vielen Wohngemeinschaft ein neues Zuhause finden. Wie sieht Deine Wohngemeinschaft aus? Hast Du bereits Erfahrungen gesammelt? Was würdest Du das nächste Mal anders machen?

 

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