Gemeinschaftskompass – Eine Orientierungshilfe für kollektives Leben und Arbeiten

9. Juni 2021 Lesezeit: Interview, Ratgeber, Home Story, gefunden
Eva Stützel ist die Autorin von »Gemeinschaftskompass – Eine Orientierungshilfe für kollektives Leben und Arbeiten« erschienen im oekom-Verlag. Damit gibt sie Neulingen einen Einblick in das Thema Gemeinschaft und allen Gruppen ein Werkzeug mit vielen Methoden und Handlungsweisen in die Hand.

Interview mit Eva Stützel zum Buch »Gemeinschaftskompass«

Für wen hast Du das Buch geschrieben?

Das Buch ist geschrieben für alle Menschen, die gemeinschaftliche Projekte realisieren wollen. Der Fokus liegt jedoch ganz klar auf Menschen, die gemeinschaftliche Wohn-, Lebens- und Arbeitsprojekte realisieren wollen. Denn alle Beispiele sind aus diesem Feld entnommen, es ist auch das Feld, in dem ich die größte Erfahrung habe.

In welcher Phase eines Gemeinschaftsprojekts empfiehlst Du das Buch zu lesen?

Das Buch ist für jede Phase geeignet - das bestätigen mir jetzt auch meine Leser:innen. Erfahrene Gemeinschaftsmenschen werden vieles wiederfinden, was sie aus ihrer Erfahrung kennen, und durch den Gemeinschaftskompass vielleicht besser einordnen können. Neulinge im Thema Gemeinschaft bekommen mit dem Buch einen Rahmen, in den sie ihre Erfahrungen und ihre Aktivitäten einordnen können.

Ich würde es am liebsten jeder Gemeinschaft empfehlen, dass sie das Buch lesen, und über die einzelnen Kapitel miteinander sprechen, und manche der Methoden ausprobieren. Die Kapitel bieten viel Stoff für einen bewussten Blick auf die Gemeinschaft und Anregungen, wie etwas zu verändern ist. 

Aber auch, wenn es nicht so intensiv geschieht - das Buch lesen, und Anregungen davon in den Gemeinschaftsalltag einbringen ist meine Empfehlung.

Leser:innen aus Projekten haben mir jetzt noch geschrieben, dass sie das Buch Interessierten am Einstieg in das Projekt zu lesen geben wollen, damit sie eine Ahnung bekommen, was im Gemeinschaftsleben so auf sie zukommt.

Inhalt

Du hast den Gemeinschaftskompass in sieben Bereiche gegliedert. Kannst Du diese kurz skizzieren?

Gerne doch! Zentral im Gemeinschaftskompass sind die Bereiche »Individuen« und »Gemeinschaft«. Das ist eine untrennbare Dualität, zwei Seiten einer Medaille. Gemeinschaft funktioniert nur mit bewussten Individuen, die daran arbeiten. Gemeinschaftspflege ist stets auch eine Arbeit am persönlichen Wachstum. Die Gemeinschaften, die wir aufbauen wollen, sind Gemeinschaften, in denen sich die Individuen nicht unterordnen, sondern aufblühen und darin zum Blühen der Gemeinschaft beitragen.

Wenn man ein Projekt in der realen Welt aufbauen will, und nicht nur ein schönes Miteinander, dann braucht es den äußeren Kreis. Dazu gehört:

Eine Klarheit über die »Intention«, die Ausrichtung des Projektes. Was wollen wir gemeinsam? Und wo wollen wir auch bewusst eine Vielfalt und keine gemeinsame Ausrichtung? Was erwarten wir von allen, die dabei sind? Was wollen wir erreichen, was motiviert uns, was sind unsere Werte?

Um sich nicht unnötig aufzureiben, sind klare »Strukturen« wichtig. Wie wird entschieden? Wer entscheidet? Wie werden alle wichtigen Informationen zugänglich gemacht? Wie laufen die Treffen ab? Unpassende Strukturen können einen sehr starken negativen Einfluss auf das Projekt haben. Auch die Besitzstruktur ist entscheidend, das ist ein Punkt, der an der Grenze zwischen den Bereichen »Struktur«, »Praxis« und »Welt« steht.

Die »Praxis« umfasst alles, was dazu beiträgt, ein Projekt in die Welt zu bringen. In meinem Buch und den Seminaren lege ich da den Fokus insbesondere auf die Ökonomie der Projekte - wie wird es finanziert? Wo kommt das Geld her? Aber zur Praxis gehört auch die Architektur, Energieplanung, Küche, Kinderbetreuung, Gartenarbeit, und vieles andere.

Der nächste Bereich heißt »Ernte« und er umfasst alles, was mit dem Nutzen der Früchte der Arbeit verbunden ist. Der Aspekt »Ernte« erinnert an das Innehalten, das Schauen, wo wollten wir hin und wo sind wir gelandet? Er soll an die Notwendigkeit von Evaluierung und Feedback erinnern, und gleichzeitig daran, eine Wertschätzungskultur aufzubauen, indem wir uns bewusst freuen an dem, was erreicht wurde, und was jede Einzelne dazu beigetragen hat.

Last, but not least: All unsere Projekte finden nicht im luftleeren Raum statt, sondern in dieser »Welt«. Ein bewusstes Suchen nach Synergieeffekten mit Anderen, bewusste Beschäftigung mit den für das Projekt notwendigen Gesetzen und Vorgaben von Seiten des Landes, in dem wir wohnen, ist Grundvoraussetzung.

Individuen
Gemeinschaftskompass: Individuen – von Eva Stützel – vorgestellt von bring-together

Du sprichst von Menschen mit Gestaltungswillen, von Menschen mit Hang zum Planen, Anderen mit großer Aufmerksamkeit auf's Soziale und welchem mit Tatendrang. Wie könnte eine Verteilung aussehen, damit ein Projekt gelingen kann?

Wichtig ist, dass wir all diese Energien brauchen, um erfolgreich Projekte aufzubauen. Und nur im konstruktiven Zusammenwirken all dieser Kräfte entfaltet sich eine wirklich blühende Gruppe. Es braucht also ganz bewusst eine Vielfalt von Qualitäten - und nicht nur lauter Menschen, die ähnlich ticken. Aber aus dieser Vielfalt ergeben sich auch immer wieder Spannungen, da Menschen, denen beispielsweise Struktur wichtig ist, oft andere Schwerpunkte setzen als Menschen, denen die Ernte wichtig ist. Wenn wir uns bewusst machen, dass wir alle die Qualitäten brauchen, um ein erfolgreiches Projekt umzusetzen, motiviert dies stärker, diese Spannungen konstruktiv zu lösen.

Gemeinschaft
Gemeinschaftskompass: Gemeinschaft – von Eva Stützel – vorgestellt von bring-together

Du sprichst darüber, dass in Gemeinschaften auch die eigene Persönlichkeit weiterentwickelt wird. Wie erkenne ich in meiner Gruppe, dass alle gewillt sind, diesen Schritt auch zu gehen? Wie kann ich mich persönlich positiv darauf einstellen?

Das ist tatsächlich etwas, was man mit »Abfragen« nicht sicher rausfindet. Vermutlich wird jede Person antworten, dass sie bereit ist, in Konfliktfällen auch auf ihre Seite des Konfliktes zu schauen - aktiv tun dies trotzdem nur wenige. Hier tut es gut, in jeder Phase des Projektes, und auch im Kennenlernen wirklich Zeit für einen Austausch über Werte, Umgang mit Konflikten, etc. zu führen, um so auch das gemeinsame Bewusstsein zu bilden. Dann steigen schon ein paar aus, denen das »zu viel Psychokram« ist - aber die sind in der Regel auch im Konfliktfall wenig bereit, auch an sich zu arbeiten. 

Für mich ist es tatsächlich eine Grundbedingung für das Einsteigen in eine Gemeinschaft »der Welt als Lernende zu begegnen«. Nur dann brennt man an den nicht zu vermeidenden Konflikten nicht aus, sondern kann sie (auch) als Lernchance einordnen. Was nicht heißt, dass man dann glücklich über sie ist, aber man verliert erstens weniger Energie und hat zweitens mehr Chancen, die Konflikte wirklich zu lösen.

Intention
Gemeinschaftskompass: Intention – von Eva Stützel – vorgestellt von bring-together

Du sagst, die gemeinsame Intention ist Grundvoraussetzung. Wie finde ich in meiner Gruppe diese Intention, das »etwas«, in dem wir uns einig sind? Was ist, wenn wir nichts finden oder es zu schwach / zu wenig ist?

Wie anspruchsvoll, stark oder schwach das gemeinsame Ziel ist, ist überhaupt nicht entscheidend. Wenn es Menschen einfach um »Gute Nachbarschaft« geht, die beinhaltet, mal füreinander einkaufen zu gehen, wenn jemand krank ist, dann ist das durchaus okay und nicht »zu schwach«. Die Schwierigkeiten fangen dann an, wenn die Vorstellung von dem, was »das Ziel des Projektes ist«, stark divergiert, zum Beispiel eine Person sich nur gute Nachbarschaft wünscht, und eine andere erwartet, dass ganz viel Gemeinschaftsleben und Austausch mit der Beteiligung von allen Projektmitgliedern stattfindet. 

Die Frage nach diesen »Eckpunkten« braucht vor allem in der Gründungsphase Aufmerksamkeit und Austausch. Und wenn diese Intention nicht genügend übereinstimmt, dann sollte man ganz entspannt sagen: »Lasst uns dieses Projekt nicht zusammen machen!« – egal, wie sehr man die Menschen vielleicht mag. Denn dann ist langfristig Frust vorprogrammiert. Tatsächlich ist eine Übereinstimmung in den Zielen der Gemeinschaft ein größerer Erfolgsgarant als gegenseitige Sympathie. 

Diese Ziele sollten im weiteren Projektleben auch stets den Neuankommenden kommuniziert werden, damit sie wissen, worauf sie sich einlassen, und nicht nach einem halben Jahr merken, dass es noch Erwartungen gibt, von denen sie gar nichts wussten.

Strukturen

Du sprichst von expliziten und impliziten Entscheidungsstrukturen. Wie erkenne ich implizite Strukturen? Variieren diese Strukturen je nach Phase oder Größe? Ist ein Wechsel der Entscheidungsstruktur möglich?

Implizite Entscheidungsstrukturen beziehen sich auf die Tatsache, dass Menschen mit mehr Erfahrung, einem selbstbewussten Auftreten und (im besten Falle ????) einer hohen Kompetenz oft implizit leichter das Recht zugesprochen bekommen, Dinge »mal so« zu entscheiden, als das neue Menschen, eher schüchterne Menschen oder Menschen, die keine Ahnung vom Thema haben, bekommen. 

Die Struktur gerade von Wohn- und Lebensprojekten ändert sich immer mal wieder, gerade in der Gründungsphase braucht es auch diese Anpassungen. Auch wenn eine Gruppe über eine bestimmte Größenordnung hinaus wächst, braucht es Anpassungen der Strukturen. Kleine Anpassungen macht in meiner Erfahrung eigentlich jedes Projekt jedes Jahr. Grundlegende Anpassungen – zum Beispiel den Schritt weg vom Entscheiden in der Vollversammlung hin zu kleinen Gruppen oder Weg vom Konsens zu einer anderen Entscheidungsart (ich empfehle den Konsent) – brauchen länger, und insbesondere brauchen derartige Veränderungen es, dass sie nicht nur als Struktur festgelegt werden, sondern auch in die Kultur der Gruppe einsickern. Das braucht richtig »Gemeinschaftszeit«, also ein gemeinsames Ringen an der Entwicklung des Systems. Ein noch so gutes System wird nicht funktionieren, wenn es einfach per Beschluss eingebaut wird und die Menschen es nicht verinnerlicht haben. Dieses Verinnerlichen geschieht am Besten durch das gemeinsame Entwickeln – auch wenn Menschen wie ich ungeduldig werden, weil sie die Lösung doch schon weitgehend vor sich sehen und sich wundern, warum es sooo lange brauchen muss, dahin zu kommen. Aber im Rückblick musste ich immer wieder feststellen: Diese Zeit, in der darum gerungen wird, schafft die Gemeinschaftskultur, die das System zum Erfolg bringt. 

Wir haben bei uns z.B. erlebt, dass eine gute Änderung einfach nicht umgesetzt wurde, weil sie nicht ausgereift war, und die Leute sie nicht verinnerlicht hatten. Oder dass Menschen noch Jahre nach einer Änderung mit dem alten Modell argumentieren. 

Gemeinschaftskompass: Strukturen – von Eva Stützel – vorgestellt von bring-together

Du hast dem Thema Rang und Macht ein ganzes Kapitel gewidmet. Wie erkenne ich Macht- und Rangkonflikte in meiner Gruppe? Wie spreche ich sowas an? Sind solche Konflikte überhaupt lösbar?

Ich finde es total wichtig, dass in Gemeinschaften – und in allen Wandel-Initiativen – ein gemeinsames Bewusstsein zu dem Thema aufgebaut wird, und dass sich eine Kultur entwickelt, darüber ohne Schuldvorwürfe und Dogma zu sprechen. Sehr viele scheinbare Sachkonflikte haben zumindest einen Rangkonflikt im Hintergrund. Und darüber das Bewusstsein zu schaffen, und auch eine Redekultur, ist enorm hilfreich. Dazu gehört als erster Schritt gemeinsame Weiterbildung zu dem Thema – zum Beispiel externe Supervision zu dem Thema einladen, oder mein Buch oder auch meinen zum freien Download verfügbaren Artikel dazu zu lesen und sich darüber auszutauschen. Wichtig ist, dass gerade die Menschen mit einem hohen Rang ein Bewusstsein dafür entwickeln, wo sie andere mit ihrem alltäglichen Verhalten evtl. schwächen und einschüchtern können. Und gleichzeitig ist es wichtig, dass die Gemeinschaft die Kompetenz und Erfahrung, die oft einen hohen Rang begründet, auch wertschätzt, und nicht Menschen mit hoher Gestaltungskompetenz bewusst klein hält, und damit die Gruppe schwächt. Das ist leider die traurige Realität in vielen Gruppen.

Gemeinschaftskompass: Besitzform Erbbaurecht – von Eva Stützel – vorgestellt von bring-together

Aus unseren Erfahrungen (bring-together) wird oft der größte Fokus auf die Rechtsform gelegt und weniger auf die Kultur des Projektes. Welchen Anteil im Prozess hat Deiner Meinung nach die Rechtsform?

Was einen sehr entscheidenden Einfluss hat, ist nicht die Rechts-, sondern die Besitzform. In kleinen, meist ländlichen Projekten wird immer wieder der Fehler gemacht, dass im Objekt eines Gemeinschaftsmitgliedes eine gleichberechtigte Gemeinschaft aufgebaut werden soll, und dabei vergessen wird, dass die Hausbesitzer:innen ganz andere Rechte und Risiken haben als die Mieter:innen und sie daher in Bezug auf das Haus nicht gleichberechtigt sein können. Das kann verheerende Folgen haben.

Daher ist für mich eine der wenigen Grundregeln für eine Gemeinschaft auf Augenhöhe der gemeinschaftliche Besitz. Durch welche Rechtsform das dann geregelt wird, ist da fast zweitrangig. Viele Rechtsformen funktionieren, und dann kommt es eher auf die Satzungsgestaltung als auf die Form an.

Praxis
Gemeinschaftskompass: Praxis – von Eva Stützel – vorgestellt von bring-together

Welche Wege gibt es für Gruppen das Projekt auch finanziell zu stemmen? Kannst Du drei außergewöhnliche Formen jenseits von Eigenkapital nennen?

1.) Genossenschaftlich organisierte Projekte können gleich zwei tolle Hilfen in Anspruch nehmen:

a) »Investierende Mitglieder« für ihre Genossenschaft werben. Das sind Menschen, die ihr Geld als investierende Anteile in die Genossenschaft geben, ohne dort selber wohnen zu wollen. Sie werden genauso informiert wie die nutzenden Mitglieder, und zu den Generalversammlungen eingeladen, aber sie haben i.d.R. kein Stimmrecht. Wenn die Genossenschaft Gewinn erwirtschaftet, bekommen sie eine Rendite auf ihre Anteile. Das Geld zählt gegenüber der Bank als Eigenkapital. In Zeiten, wo es für Sparguthaben kein Geld mehr gibt, und wo viele Menschen Angst vor einem Finanzcrash haben, ist ein Investieren des eigenen Kapitals in eine Genossenschaft, die überschaubar einfach eine oder mehrere Immobilien baut, eine Alternative, die im Fall, in dem vieles andere am Crash scheitert, vielleicht sogar besonders gut durchkommt. In meiner Erfahrung ist es gerade – für solide wirtschaftende Genossenschaften mit guter Außenwirkung – recht einfach, darüber zusätzliches Kapital zu bekommen.

b) Für die Zeichnung von Anteilen an einer Wohnungsgenossenschaft gibt es eine KfW-Förderung. Menschen mit wenig Kapital, aber einem brauchbaren Einkommen können für bis zu 50T€ einen sehr günstig verzinsten Kredit (derzeit 1,1%) von der KfW bekommen.

2.) Wir haben auch schon in Sieben Linden ein Haus ganz ohne Eigenkapital der Bewohner:innen gebaut, indem eine Freundin der Bewohnergruppe einen Teil ihrer Rentenersparnisse zur Verfügung gestellt hat. Sie braucht diese Ersparnisse erst in 20 Jahren, die Tilgung dieses Darlehens beginnt daher erst, nachdem die Bankdarlehen abbezahlt sind. Dieses Darlehen ist im zweiten Rang grundbuchlich gesichert – da die Bank natürlich immer den ersten Rang haben möchte. Für die Bank zählt dieser Anteil dann wie Eigenkapital, und sie fand sich zu einer Finanzierung bereit. Für eine derartige Lösung braucht es ein großes Vertrauen in das Projekt, aber sie funktioniert! 

3.) Erbpachtlösung: Das ist eine Lösung, die besonders geeignet ist für Projekte, die im Haus eines Projektmitgliedes entstehen, und die nicht das Kapital haben, das Haus abzukaufen. Die Ursprungsbesitzer:in vergibt das Gebäude in Erbpacht an die Bewohner:innengruppe. Sie (und ihre Erben) hat damit für 99 Jahre das Recht auf einen festgelegten Erbpachtzins, aber die volle Verfügungshoheit und alle Risiken an dem Haus trägt die Bewohner:innengruppe.

Ernte
Gemeinschaftskompass: Ernte – von Eva Stützel – vorgestellt von bring-together

Warum ist die »Ernte« Dir so wichtig?

In unserer deutschen Schaffer-Mentalität liegt der Fokus viel zu oft nur auf dem Tun. Vor lauter Aktivismus wird das Innehalten, das Auswerten, das Feiern vergessen. Für Gemeinschaft ist das jedoch essentiell. Die Ernte ist eine ganz wichtige Burn-out-Prophylaxe für das anstrengende Gemeinschaftsleben. Der Aspekt Ernte im Gemeinschaftskompass soll auch alle, die sich mit dem Thema Gemeinschaft beschäftigen daran erinnern, wie wichtig die Wertschätzung für jeden einzelnen Beitrag ist.

Welt
Gemeinschaftskompass: Welt – von Eva Stützel – vorgestellt von bring-together

Im Bereich Welt schreibst Du von der Wahrnehmung des Projektes von Außen und von der Wechselwirkung mit dem Umfeld. Kannst Du vielleicht drei Maßnahmen nennen, die gerade am Anfang besonders wichtig sind?

Nehmt Kontakt mit den (zukünftigen) Nachbarn auf und stellt Euch vor. Baut ein positives Verhältnis zu ihnen auf, auch wenn sie vielleicht nicht wirklich Eure Wellenlänge sind.

Macht lokale Pressearbeit zu Eurem Projekt und Euren Aktivitäten, damit die lokalen Politiker:innen und die Verwaltung von Euch schon positive Dinge wissen. Das macht die Realisierung häufig einfacher.

Baut eine gute Website auf, mit der ihr potentielle Mitwirkende und evtl. auch Förderer / investierende Mitglieder anziehen könnt.

Wo kann ich Dein Buch kaufen?

Überall im Buchhandel, bitte nicht bei amazon (obwohl da eine tolle Bewertung vom Buch steht!), und am allerliebsten direkt über meine Website. Oder, wer bring-together unterstützen möchte, gern über den Verlag.

 

Praxisbeispiel »Ökodorf Sieben Linden«

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Eva Stützel erzählt in einem weiteren Interview vom Aufbau des Ökodorf Sieben Linden
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Gemeinschaftskompass – Eine Orientierungshilfe für kollektives Leben und Arbeiten – vorgestellt bei bring-together
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